iPhone 5: Hunderte warten ab nachts

 

iPhone 5: Hunderte warten ab nachts

 

Viele junge Leute harren stundenlang in der City-Galerie aus, um als Erste das neue Smartphone  zu ergattern

Blitzlichtgewitter, Kamerateams, Radiomikrofone, Fotografen – Philipp Hofstetter steht in der City-Galerie und fühlt sich von der einen auf die andere Sekunde wie ein Star. Er hat gestern ganz vorn einen Platz in der Schlange vor dem Apple-Store und ist später einer der Ersten, die das iPhone 5 in der Hand halten.

Das neue Smartphone von Apple ist seit Wochen Thema – seit gestern ist es in den deutschen Apple-Stores zu haben. Das war Grund genug für rund 200 Fans, die halbe Nacht vor der City-Galerie zu verbringen. Schon um 2.30 Uhr in der Früh hat sich eine kleine Menschentraube gesammelt. Zu den Ersten gehören Roberto und Marino aus Italien. Sie stehen seit 18 Uhr vor dem Einkaufszentrum und warten. Beide haben 320 Kilometer zurückgelegt, weil es das neue iPhone in Italien erst in einer Woche im Handel gibt. Um sieben Uhr am Morgen dürfen die Fans dann in die City-Galerie und werden dort mit Kaffee und Butterbrezn versorgt. Dann, um 7.55 Uhr, kommen die Shop-Mitarbeiter heraus. Sie rufen, klatschen und wollen das Publikum animieren, Jubelschreie auszustoßen – denn gleich geht es los. Doch die Menge macht nicht so recht mit. Die Leute schauen müde aus.

Punkt acht Uhr betritt der erste Fan den Laden. Er wird laut begrüßt und mit einer La-Ola–Welle zu seinem iPhone geführt. Um 8.30 Uhr kommen Roberto und Marino verschlafen, aber strahlend aus dem Apple-Store heraus. Schon in zweieinhalb Stunden müssen sie bei der Arbeit sein, in Italien. Roberto hat schon den Blaumann an, denn Zeit zum Umziehen bleibt bis Schichtbeginn nicht. Philipp Hofstetter war erst kurz vor sieben Uhr gekommen war unbemerkt durch den Mitarbeitereingang ins Einkaufszentrum gelangt. „Aber noch besser als das iPhone 5 ist, dass ich heute so berühmt bin. Alle wollen mich interviewen“, sagt der 22-jährige Maschinenführer.

So glücklich sind nicht alle. Alexander Oberländer kam mit Freunden extra aus Kärnten. Ein iPhone wollte er nicht kaufen. Stattdessen hatte er seinen Freunden versprochen, auf die Klappstühle aufzupassen, während diese in den Laden gingen. Dafür bekommt er dann das alte iPhone eines Freundes.

Doch so richtig zufrieden sieht er nicht aus, während er stundenlang in der Kälte draußen vor dem Einkaufszentrum ausharrt. „Ich hatte mir mehr von diesem Event erwartet und bin schon ein bisschen enttäuscht“, bekennt er.

 

Quelle: Augsburger Allgemeine

 

 

 

 

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