Olympia: Twitter-Nutzer stören Datenübertragung

Bei den am Freitag eröffneten Olympischen Spielen in London sorgte das große Zuschauerinteresse am Samstag für technische Probleme. Vom Straßenrand aus verfolgten rund eine Million Menschen das Straßenradrennen der Männer und viele kommentierten das Geschehen auf sozialen Netzwerken. Damit hätten sie jedoch das Netz überlastet und so verhindert, dass Informationen der GPS-Sensoren der Fahrer weitergeleitet wurden, berichtet der Telegraph. Sowohl die Abstände zwischen den einzelnen Gruppen als auch deren aktuelle Position war deswegen zeitweise unbekannt. Dass sich dann immer mehr Menschen auf Twitter über diesen Informationsmangel beschwert hätten, habe die Überlastung noch verschlimmert.

Als Konsequenz aus den Problemen hat der Pressechef des IOC vor dem Straßenradrennen der Frauen am Sonntag die Zuschauer gebeten, nur wichtige Updates zu versenden, während das Fahrerfeld sich in ihrer Nähe befindet. Gleichzeitig versicherte er aber, dass man nicht vorhabe, die Zuschauer davon abzuhalten, soziale Netzwerke zu nutzen.

Ungeachtet dieser Probleme werden soziale Netzwerke bei den Spielen in London so stark genutzt, wie nie zuvor. Sichtbarstes Zeichen ist sicher die Lichtinstallation „Energy of the Nation“ am London Eye, die jeden Abend während der Spiele die Stimmung der Briten visualisieren soll. Eine Software analysiert dazu die Stimmung aller Tweets mit dem Hastag #Energy2012 und berechnet daraus die Farben, in denen das Riesenrad am Abend erstrahlt. Hinter der Aktion steht der französische Energieversorger Électricité de France.

Wie sehr offizielle Sponsoren von ihrer Investition profitieren können, zeigt eine Untersuchung (PDF-Datei) des Marktforschers Repucom. Unter den elf wichtigsten Partnern des IOC erzeugte demnach Procter & Gamble die mit Abstand größte Resonanz auf den analysierten Plattformen Twitter, Facebook und Youtube. Und das obwohl der US-Konzern normalerweise wenig selbst, sondern viel stärker durch seine Marken in Erscheinung tritt. Hintergrund des Erfolgs in den Monaten vor Olympia war jedoch die Kampagne „Thank you, Mom„, mit der deutlich mehr Aufmerksamkeit erzeugt wurde, als dies beispielsweise Samsung, Coca-Cola, Visa oder McDonalds gelang.

Auch andere Sponsoren setzen auf derartige Kampagnen, die erst durch das Engagement der Nutzer ihre volle Wirkung entfalten. Grund ist das strikte Werbeverbot in den olympischen Wettkampfstätten, erläutert das Wall Street Journal in einem Bericht. Dagegen halten sich die Sponsoren des Deutschen Olympischen Sportbunds aber deutlich zurück. Hier zeige sich Ideenlosigkeit, die Interaktion mit den Nutzern werde nicht gesucht.

 

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Quelle:  heise.de

 

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